HUMUS sapiens: open soil research

Das Global Hackteria Network , Gasthaus: Fermentation and Bacteria und die Gesellschaft für mikroBIOMIK schließen sich zusammen, um "citizen science" und "hacker spirit" auf Bodenökologie anzuwenden:
Für eine langfristig angelegte Kooperation wollen wir ein Netzwerk von Boden-Enthusiasten aufbauen, und wir laden DICH ein mitzumachen.

Nach unserer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne (Danke !!) und einem langen Sommer voll ‚open soil research‘ ernten wir nun die letzten Früchte, schauen zu, wie der Boden einfriert und verdauen all die neuen Erkenntnisse...

Event Übersicht

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Die Geschichte von HUMUS SAPIENS

Im September 2017 traf sich eine internationale und interdisziplinäre Gruppe beim Klöntal Biohack Retreat in einem wunderschönen Tal in den Schweizer Alpen:
Maya Minder und Marc Dusseiller hatten interessante Leute aus verschiedenen europäischen und asiatischen Ländern zum Austausch eingeladen: Es entstand ein Ort, an dem taiwanesische Biokünstler, schwedische Hardware-Designer, indonesische Architekten und schweizer Biochemiker - um nur ein paar Beispiele zu nennen - Ideen austauschten, Projekte entwickelten und mit Biologie spielten. Vier intensive Tage, an denen wir die Natur entdeckten und Erfahrungen, Rezepte, Anleitungen, Werkzeuge, Mikroben und gutes Essen teilten.
Eines der Themen war Bodenökologie: Julian hatte ein 70er Jahre Mikroskop dabei, mit dem Bodenproben aus seinem Garten mit Proben aus den Bergen verglichen wurden. Neben vielen, verschiedenen Erkenntnissen entstanden dabei auch die Videoaufnahmen auf dieser Seite. Es kam zu vielen spannende Diskussionen über Boden, Technik, Wissenschaft und Gesellschaft - und der Frage, wie diese Themen zusammen hängen.

Während des Hackteria Futures Meeting in Zürich im Januar 2018 entstand dann die Idee eine langfristig angelegte Kooperation zum Thema «open soil research» zu beginnen, und eine Crowdfunding-Kampagne zu starten...

Die open soil research Veranstaltungen

04.05.2018 - 06.05.2018 Hackteria soil retreat

Rund zehn Kilometer außerhalb von Schaffhausen, inmitten von Hügeln und Wäldern, liegt das Randelab. Anfang Mai fand hier das «Hackteria soil retreat» statt, bei dem sich Wissenschaftler, Biohacker, Künstler, Maker, Lehrer, Ökologen und Landwirte trafen, um neue DIY-Konzepte und Workshops zum Thema Bodenökologie zu entwickeln.
Special Guests: Lucy Patterson & Urs Gaudenz .

Im Anschluss führen einige der Teilnehmer in andere Städte der Schweiz, um ihre Arbeit fortzusetzen, und ihre Eindrücke und Erfahrungen weiterzugeben.

Event wiki

20.07.2018 - 22.07.2018 mikroBIOMIK soil retreat

Ca. 30 km vom Münchener Stadtzentrum entfernt liegt die auch als Projekt Draussen bekannte ‘Klause zum Schindergraben’ direkt neben der Isar und inmitten von ursprünglichen Wäldern.
Vom 20. bis 22. Juli 2018 wurden die Wälder und Wasser, sowie das Haus selbst zum Austragungsort des «mikroBIOMIK soil retreat».
Es entstand eine bunte Mischung aus Experten verschiedener Fachrichtungen, neugierigen Gärtnern, geschickten Hobbymikroskopikern und leidenschaftlichen Künstlern. Die Veranstaltung war flexibel strukturiert (als Barcamp/Unkonferenz), um möglichst viele Fragen und Ansätze mit den Teilnehmern zusammen entwickeln zu können. Es wurde viel diskutiert und neue Netzwerke geflochten, aber auch praktisch ist sehr viel passiert: Exkursionen, Mikroskopie, Kompostierung, Elektrobastelei, Comiczeichnung, Yoga, Jazzkonzert,...

Wenn Du Dir Deine Hände "schmutzig" machen und mehr über Bodenökologie lernen möchtest, schick uns eine email und frag nach unserer nächsten Veranstaltung: humus@mikrobiomik.org

Event wiki

Einige der Fragen, die wir stellen möchten:

1) Was ist eigentlich Humus?

Das Wort bedeutete ursprünglich schlicht Erde und stammt etymologisch vom Wort homo (“Mensch”) ab. Dieser wunderschöne Begriff erlaubt vielfältige Interpretationen...

2) Was ist der Unterschied zwischen biologisch und konventionell bebautem Boden?

Obwohl es bereits etliche Studien zum Vergleich der Bodengesundheit auf biologisch oder konventionell betriebenen Bauernhöfen gibt, fokussieren diese zumeist auf die chemischen Zusammensetzung. Inzwischen wird aber immer mehr Wissenschaftlern und Landwirten bewusst, dass die mikrobiologischen Gemeinschaften eine Schlüsselrolle bei der Bodengesundheit spielen. Eine interessante wissenschaftliche Veröffentlichung zum Thema gibt es hier (Englisch).

3) Wie kann man die Bodengesundheit mit kostengünstigen open-source Technologien messen?

Feuchtigkeit und Atmungsaktivität des Bodens kann mit einfachen, selbstgebauten Instrumenten gemessen werden; die mikrobielle Artenvielfalt lässt sich unter dem Mikroskop eingeschätzen.
Hacker und Tüftler weltweit beschäftigen sich seit etlichen Jahren mit Bodenanalysen. Wir werden diese Ideen und Konzepte sammeln, und als Basis für unsere eigene Forschung verwenden.

4) Wie beeinflusst die mikrobielle Artenvielfalt das Pflanzenwachstum?

Gesunder Boden hat eine hohe Artenvielfalt an Mikroben und wirbellosen Tieren (z.B. Regenwürmern). In der Forschung ist noch kaum verstanden, wie diese Organismen das Pflanzenwachstum und den Nährstoffgehalt der späteren Früchte beeinflussen. Wir glauben zwar nicht, dass wir diese Fragen im Zuge unseres Projektes befriedigend klären können, hoffen aber neue Strategien zu entwickeln, um die Forschung weiter voranzubringen.

5) Können wir den Einfluss von Chemikalien (z.B. Glyphosat) auf unseren Boden messen?

Der weitverbreitete Einsatz von Glyphosat/Roundup und anderer Agrochemikalien wird aktuell heftig diskutiert. Gibt es eine Möglichkeit für uns die Debatte konstruktiv zu befeuern, indem wir die Wissenschaft hinter der Politik durch einen einfacheren Zugang zu Bodenökologie stützen?

6) Wie können wir unsere Erkenntnisse effizient weitergeben?

Open access Veröffentlichungen, Wikis und Workshops sind etablierte und erfolgreiche Formen der Wissensverbreitung. Aber wie erreichen wir Menschen, die keinen / kaum Zugang zum Internet haben?

Unterstützer und Sponsoren

Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren Unterstützern und Sponsoren bedanken, die dieses Projekt erst ermöglicht haben:

Greg Gage, Verena Friedrich, Regeg Gnuga, Tony Stamm, Špela Petrič, Musa Saglam, Jelly Pin, Agnieszka Pokrywka, Moritz Chollet, Susanne Artmeier, Elodie Pong, Franz Krähenbühl, Anna Cholinska, Bruno Blume, Andreas Losch, Salome Kuratli, Andrew Paterson, Vittorio Milone, Renate Riedner, Georg Ratjen, Takemura Masato, Tuomo Tammenpää, Gisle Frøysland, Oliver Jaeggi, Chris Obrist, Bettina Liebl, Samuel Flach, Rüdiger Trojok, Eugenio Battaglia, Vanessa Lorenzo, Anne Bergner, Andreas Rudolf, Andreas Rudolf, Bjoern Hogg, Manuel Di Cerbo, Tobias Ziltener, Roman Lehner, Chris Vernon, Martin Laarmann, Til Kreuels, Flo D, Rolf Mahnke, Josephine Blersch, Lucy Patterson, Jenny Ludwig, Oliver Walkhoff, Patrick Raithofer, Stefan Deuber, Salome Kuratli, Daniel Reichmuth, Bruce Lee, Janne Korhonen, Robin Bischoff, Urs Gaudenz, Margit Utzmann, Servando Barreiro, Bruce Lee, Mindaugas Gapsevicius, Vanessa Lorenzo, Karl Rellensmann, Jenny Ludwig, Oliver Jaeggi



HUMUS SAPIENS ist ein Gemeinschaftsprojekt von: